Grundriss kurz zusammengefasst
| Gesamtausdehnung | 11 Hektar |
| Zentralgebäude | 214 × 110 Meter |
| Hauptsäle | Frigidarium, Tepidarium, Caldarium, Natatio |
| Untergrund | Mithräum + Servicegänge (6 km) |
| Besuchereingang | Viale delle Terme di Caracalla 52 |
| Ausgang | Gleiche Seite (Rund-Route) |
Grundriss des Komplexes
Die Caracalla-Thermen entwickeln sich auf einer symmetrischen Nordostachse / Südwestachse. Das Zentralgebäude ist ein Rechteck von 214 × 110 Metern, umgeben von einem großen Umfriedung von 350 × 350 Metern (Gärten, Außenpalaestren, Bibliotheken, Zistern).
Der Besucher betritt von der Nordostseite, durchquert die Zugansgärten, erreicht das Thermalgebäude, durchquert es in Längsrichtung und kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Die komplette Route ist etwa 1,2 km lang.
Hauptsäle im Detail
Frigidarium — Der kalte Saal
Das frigidarium war die größte überdachte Aula des antiken Rom: 58 × 24 Meter, 41 Meter hoch mit Kreuzgewölbedeckung. Vier große kalte Becken besetzten die Ecken. Es war der Hauptdurchgangspunkt zwischen verschiedenen klimatisierten Bereichen. Heute gibt es kein Dach mehr, aber die Seitenmauern sind intakt.
Natatio — Das Außenschwimmbad
Die natatio war ein großes rechteckiges Außenschwimmbecken (50 × 22 m), umgeben von monumentaler Säulenhalle. Drei Nischen auf jeder Seite beherbergten kolossale Statuen. Von hier stammen der Farnesische Stier und der Farnesische Herkules, heute im Archäologischen Museum Neapel.
Tepidarium — Der temperierte Saal
Übergangssaal zwischen kühl und heiß. Kleiner als das frigidarium, diente als Anpassungskammer. Der Boden und die Wände wurden moderat mit dem Hypokaust-System beheizt.
Caldarium — Die beheizte Rotunde
Herzstück der Thermen, die Rotunde des caldarium hatte 35 Meter Durchmesser und erreichte 44 Meter Höhe. Die Kuppel ist teilweise zusammengebrochen, aber die kreisförmige Wand mit sieben großen Fenstern nach Südwesten zum Einfangen der Nachmittagssonne ist erhalten. Zentrales heißes Wasserbecken, geheizt von unterirdischen Öfen.
Paläestren Ost und West
Zwei symmetrische Umgebungen für körperliche Übung. Jede war von einem offenen Peristyl mit geometrischer Mosaikbodenbelag vorausgegangen, teilweise noch sichtbar.
Unterirdisches Mithräum
Das größte Mithräum Roms (23 × 9 m), dem persischen Gott Mithras geweiht, befindet sich unter dem Frigidarium-Niveau. Besuch nur auf Anfrage oder bei speziellen Führungen: steile Treppen, keine Rollstuhl-Zugänglichkeit.
Servicegänge
Unter dem gesamten Gebäude erstreckt sich ein Netz von 6 km Gängen, bis zu 6 Meter hoch, durchquert von Hunderten von Sklaven, die in den Öfen arbeiteten und Holz transportierten. Ein Teil ist gelegentlich bei Spezialöffnungen zugänglich.
Die empfohlene Route (90–120 Minuten)
- Eingang und Ticketkasse (5 Min)
- Außengärten und Palestra West (10 Min) — sieh die Athleten-Mosaike an Ort und Stelle
- Frigidarium (15 Min) — der imposanteste Saal, halte in der Mitte für die Perspektive
- Tepidarium (5 Min) — kurzer Durchgang
- Caldarium (15 Min) — betritt die Rotunde, schau nach oben
- Natatio (15 Min) — das Außenschwimmbad, beste Fotos von Südosten
- Mithräum (15 Min, optional, steile Treppen)
- Palestra Ost und Außenmosaike (10 Min)
- Buchhandlung und Ausgang
Die besten Panorama- und Fotopunkte
- Frigidarium Zentrum: axiale Sicht auf die Seitenmauern, mit Menschenfigur für Größenangabe
- Nordostecke Frigidarium: Spiel überlagernder Bögen
- Caldarium von außen (Südwest): die Rotunde gegen den Himmel, ideal beim Sonnenuntergang
- Natatio: Schuss entlang der überlebenden Säulen
- Südseite der äußeren Umfriedung: säkulare Pinien und Mauern, "romantischer" Schuss
- Mosaike der Paläestren: Nahaufnahme der athletischen Figuren
Praktische Servicekarte
- Ticketkasse: gleich nach dem Tor, auf der rechten Seite
- Buchhandlung: in der Nähe des Ausgangs, auf der linken Seite
- Öffentliche Toiletten: zwei Blöcke, am Eingang und auf halbem Weg
- Audio-Guide-Mietpunkt: neben der Ticketkasse
- VR-Stationen: drei Punkte im Zentralgebäude
- Wasserspender: zwei, in der Nähe von Eingang und Palestra Ost
- Bänke: verteilt in den Gärten, wenige im Gebäude
- Müllbehälter: nur in den Außengärten
Zugänglichkeit der Karte
Die Hauptroute ist rollstuhlzugänglich. Die nicht zugänglichen Bereiche sind:
- Unterirdisches Mithräum (steile Treppen)
- Servicegänge (Spezialbesuch, unebenes Terrain)
- Teil der Südseite (tiefe Schotterflächen)
Am Eingang ist eine taktile Karte für Sehbehinderte mit Braille-Beschriftungen und Reliefs der Hauptsäle verfügbar.
Karten und zusätzliche Materialien
- Papierkarte: kostenlos am Eingang, in 5 Sprachen
- PDF-Karte: herunterladbar vom offiziellen Portal turismoroma.it
- Audio-Guide-App: enthält interaktive geolocalized Karte
- Google Maps Karte: der Außengrundriß ist bereits verfügbar
- Historische Karte: in den Hauptsälen sind Rekonstruktionen des Archäologen Spinazzola ausgestellt
Häufig gestellte Fragen
- Gibt es eine offizielle druckbare Karte?
- Ja, herunterladbar vom Portal turismoroma.it im PDF-Format.
- Wie lange dauert die komplette Route?
- 90 bis 120 Minuten für den Standardbesuch. Mit VR und Mithräum bis 3 Stunden.
- Ist der Ausgang auf der gleichen Seite wie der Eingang?
- Ja, die Route ist eine Rundroute mit Ausgang in der Nähe des Eingangs.
- Kann man auf den Mauern hinaufgehen?
- Nein, der Zugang zu den Mauern ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.
- Sind die Säle mit Schildern gekennzeichnet?
- Ja, es gibt mehrsprachige Informationstafeln in den Hauptsälen.
- Ändert sich die Karte im Laufe der Jahre?
- Ändert sich sehr wenig: Einige Säle werden für Restaurierungen geöffnet oder geschlossen, und der Mithräum-Bereich ist nicht immer zugänglich.
Bereit zum Besuch?
Mit der Karte in der Hand und dem Ticket in der Tasche läuft der Besuch reibungslos. Buchen Sie online und gehen Sie direkt zum Drehkreuz.